"Der Schmerz zwingt uns
dazu innezuhalten und die Dinge zu hinterfragen. Ohne den Schmerz
würden wir uns niemals fragen: "Warum gerade ich?",
um danach festzustellen, dass es nicht nur "ich" alleine
bin. Ohne den Schmerz würden wir uns niemals vornehmen, die
verborgenen Gesetze zu erforschen, die alle Dinge bewegen, Ereignisse
ebenso wie Menschen.
Egal wo wir uns umsehen, wir begegnen überall dem Schmerz:
Der Same, der aufbricht, um Baum zu werden, leidet genauso wie das
Eis, das bei Wärme schmilzt, oder das Wasser, das bei Kälte
gefriert. Und es leidet auch der Mensch, der die alten Hüllen
seines materiellen Gefängnisses zerreissen muss, um sich zu
entwickeln. Aber hinter all diesem Leid verbirgt sich ein unbekanntes
Glück: Die Fülle des Samens, des Wassers, der menschlichen
Seele. Sie alle entdecken inmitten der Finsternis das sichere Licht
ihres eigenen Schicksals."
Delia Steinberg-Guzman, Auszug
aus dem Kapitel "Der Schmerz"
Liebe und Schmerz, Angst und Misstrauen, Freiheit
und innere Suche sind nur einige Themen, die den Menschen seit jeher
bewegen. Allzu oft stehen wir ihnen heute hilflos und verzweifelt
gegenüber.
Doch der Autorin gelingt es, durch eine nüchterne und zugleich
berührende Betrachtung nicht nur aktuelle Krisen aufzuzeigen,
sondern die vielen alltäglichen Krisen in Chancen zu verwandeln
und aus so mancher Not eine Tugend zu machen. So gewinnt der Leser
eine neue Perspektive des Lebens und entdeckt den Helden in sich selbst:
nicht den großen Helden, der eines Tages in die Geschichte eingeht,
sondern den, der sich selbst und das Leben jeden Tag ein wenig besser
versteht, den Helden im Alltag.
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